DER SCHACHFREUND

Österreichs größter Kinder- und Hobbyschach-Veranstalter

 

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Spiel beim
SCHACHFREUND

im Stadion Center (U2/Stadion)

 

 

 

 

Ex-Weltmeister Anatoly Karpov in Wien!

 

o       Partien zum Nachspielen und zum Herunterladen (22 KB)

o       Fotos

o       Pressestimmen und -berichte

 

 

 

 

 

Großer Andrang um 64 Felder und 31 Bretter in der Lugner City

 

Ein Schachfest in der Lugner City

 

Am Samstag, den 16. April 2005, ging in der Lugner City das Schach-Simultan mit GM Anatoly Karpov über die Bühne. Der langjährige Weltmeister spielte an 31 Brettern und gewann 26 Partien, ua. gegen den Fernschach-Weltmeister Tunc Hamarat, IM Hannes Ganaus, den Hausherren Richard Lugner und die erst sieben Jahre alten Martin Steiner und Jonathan Hartweger. Vier Spieler erkämpften ein Remis (Andrea Zechner, Paul Pachta, FM Harald Pingitzer und FM Richard Stranz), und dem Steirer Jörg Jetzl gelang das Kunststück, den russischen Großmeister zu bezwingen.

 

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Hunderte Zuschauer und zahlreiche Medienvertreter verfolgten das gut fünfeinhalb Stunden dauernde Kräftemessen zwischen Karpov und seinen Gegnern. Sowohl ambitionierte Hobby-Schachspieler als auch Bundesliga-Profis kamen zum Zug – eine starke Gegnerschaft für Karpov, der harte Arbeit leisten musste und leistete.

 

Martin Steiner, 7, und Anatoly Karpov, 53

Jeder hatte im Vorfeld der Veranstaltung die Gelegenheit, den großen Anatoly herauszufordern. 10 Plätze wurden im Internet bei ebay versteigert: Rund hundert Interessenten boten mit, und letztlich kamen die Spielerkarten zu Preisen zwischen 167,66 und 261,- Euro unter den Hammer. Der Durchschnittspreis lag bei etwa 210,- Euro, also fast 3.000,- Schillingen alter Währung! Dafür reisten die Spieler aus allen Teilen Österreichs an. Manche waren von Freunden oder Verwandten überrascht worden, die ihnen das Match mit dem Weltmeister zum einzigartigen Geschenk gemacht hatten. Weitere Plätze wurden freihändig verteilt, andere gingen an Organisatoren wie Sponsoren. Die letzten vier der begehrten Tickets wurden schließlich über chess.at an Fernschach-Weltmeister Tunc Hamarat sowie die junge Steirerin Andrea Zechner vergeben bzw. in der Lugner-City verlost. Auch hier wurden mehr als 50 Lose zu fünf Euro verkauft, und das Glücksvogerl setzte sich auf die Schultern von Johann Strasser und Moriz Jelinek, die somit noch kurzfristig zu einem Einsatz kamen. Folgende 31 Spieler nahmen also teil und führten jeweils die schwarzen Steine:

 

Nr.

Name (Elo-Zahl)

Ergebnis

Nr.

Name (Elo-Zahl)

Ergebnis

1

Ferdinand PEITL (1442)

1-0

16

Kornelia

KOHLWEIN (----)

1-0

2

FM Harald
PINGITZER (2343)

½-½

17

Rudolf RIEDER (1278)

1-0

3

Günter ERNST (----)

1-0

18

Lucas RADONICH (1622)

1-0

4

FM Richard
STRANZ (2216)

½-½

19

Günther-Marcus
ZUCKER (----)

1-0

5

Richard LUGNER (----)

1-0

20

Franz ZOISTER (2005)

1-0

6

Daniel FEYERL (----)

1-0

21

Thomas MAIR (----)

1-0

7

Andrea ZECHNER (1851)

½-½

22

Robert FRITZ (----)

1-0

8

Tunc HAMARAT (ICCF/
Fernschach: GM, 2650)

1-0

23

Werner
SCHWEITZER (1849)

1-0

9

Eva RITTBERGER (----)

1-0

24

Jonathan HARTWEGER

(----, U-10)

1-0

10

Michael LETTOWSKY (----)

1-0

25

Adalbert
MUSILEK (1695)

1-0

11

Dietmar KUBISTA (1987)

1-0

26

Paul PACHTA
(2175, U-16)

½-½

12

Martin
POTOTSCHNIG (1787)

1-0

27

IM Hannes
GANAUS (2317)

1-0

13

Andrei
TCHOUBRIKOV (----)

1-0

28

Johann
STRASSER (----)

1-0

14

Martin
STEINER (1208, U-10)

1-0

29

Raimund
KOVACEVIC (1786)

1-0

15

Kurt WENDT-
LANZERSTORFER (1755)

1-0

30

MK Jörg JETZL (2176)

0-1

31

Moriz
JELINEK (1444, U-20)

1-0

 

Am Vormittag hatte es unter dem Motto „Kuchen mit Karpov“ ein entspanntes Pressegespräch im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum gegeben. Doch während dort nur die Crème de la crème der heimischen Schach-Journalisten anwesend war, interviewten jetzt die Massenmedien (Fernsehen [Ausschnitt aus Wien Heute auf chess.at], Radio und Zeitungen) sowohl den Meister als auch die Spieler, um ein Stimmungsbild einzufangen und das Phänomen Schach zu vermitteln, das hier offenkundig Alt wie Jung und Männer wie Frauen faszinierte. Hinter den Brettern und auf den Galerien drängten sich Zuschauer, Autogramm-Jäger lauerten (noch) geduldig. Auch sie hatten teilweise eine stundenlange Anreise auf sich genommen, um eine Unterschrift des Meisters zu erhaschen. Schon bald nach dem Beginn des Simultans um 14:30 Uhr war klar, dass dies kein kurzer Nachmittag werden würde. Karpov gewann die ersten beiden Partien zwar relativ schnell nach gut eineinhalb Stunden, doch dann trat das lange Warten ein. Immer wieder hielt der Ex-Weltmeister inne, um Stellungen länger zu begutachten. Nach drei Stunden erwies sich Karpov als Gentleman und gab die Partie gegen Andrea Zechner remis. Als die Geschäfte im Einkaufszentrum schlossen, hatte sich die Zahl der Interessierten kaum verringert. Nun erst, nach rund vier Stunden, ging der Großteil der Partien ins Finale. Jörg Jetzl sorgte mit seinem Sieg über Karpov für die Sensation, und die Partien anderer starker Spieler gaben Anlass zu Hoffnung. Tatsächlich rangen auch Paul Pachta sowie die FM Richard Stranz und Harald Pingitzer dem sichtlich erschöpften Karpov ein Remis ab. Angesichts einiger noch immer laufender Partien wurde der 53-Jährige nun ungeduldig, hetzte von Brett zu Brett und kam buchstäblich ins Schwitzen.

 

  

Im Wirtschaftsmuseum plauderte Karpov
freundlich mit der versammelten Presse,…

…in der Lugner City rückten ihm
dann 31 SpielerInnen zu Leibe.

Doch nur Jörg Jetzl hatte an diesem
Tag das bessere Aug’ als der Weltmeister

 

Es war bereits nach 20 Uhr, als nur noch eine Partie unentschieden war. Einer der stärksten
Spieler des Feldes, IM Hannes Ganaus, war lange Zeit besser gestanden, musste sich aber
letzten Endes dem Russen, der sich nun ihm alleine widmen konnte, geschlagen geben.

Die letzte Partie, GM Karpov vs. IM Ganaus
– das Laufen hat ein (vorläufiges) Ende…

Applaus brandete auf. Karpov war ebenso glücklich wie erschöpft und wollte auf der Stelle ins Hotel, um sich ausruhen zu können. Zum Abschluss eines anstrengenden Tages kam es aber noch einmal knüppeldick für ihn: In einer hollywood-reifen Szene verfolgten ihn nun Dutzende Autogramm-Jäger, die ihre Felle davonschwimmen sahen…

Michael Ehn (sitzend) bot & bietet via
Schach und Spiele Schachbedarf aus erster Hand

 

Fazit: Es war ein toller Tag für alle Schach-Interessierten, va. da sowohl Anfänger als auch Profis gegen den Ex-Weltmeister spielen konnten und der bekannte Lugnersche Einkaufstempel nicht nur eine fantastische Kulisse sondern auch vielen extra angereisten oder zufällig vorbeigekommenen Zuschauern Platz bot – eine tolle Plattform für das Schachspiel! Den Beleg für die ausgezeichnete Leistung, die Anatoly Karpov an diesem langen Nachmittag erbrachte, liefern uns die folgenden nüchternen Zahlen. Wolfgang Stadik hat gerechnet und sei hier zitiert: „Die durchschnittliche Elozahl von 19 in der österreichischen Rangliste geführten Spielern lag bei 1846 Elopunkten, wobei Karpow eine Eloleistung von 2130 erbrachte. Deutlicher kommt die herausragende Leistung des Ex-WM zutage, sieht man sich sein Ergebnis gegen die 12 Elostärksten an (Hamarat nicht eingerechnet). Karpow erzielte hierbei ein fantastisches Score von 2481. Es gibt in Österreich keine 20 Spieler, die eine derartige Leistung im Kampf Mann gegen Mann (oder Frau) erbringen können. Karpow hatte es gleich mit einer kleinen Armee zu tun.“ Und vor allem hat es allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

 

Danke Mr. Karpov, und auf Wiedersehn in Wien!

 

Jene Spieler, die bei ebay einen Platz für das Simultan ersteigert hatten, erhielten auf Wunsch eine Collage

mit ihrem Partieverlauf sowie einem Bild von sich und Meister Karpov (oben); außerdem wurde bei der

Österreichischen Post eine Briefmarke (unten; Design: Daniel Feyerl) aufgelegt (Auflage: 400 Stück)

 

 

 

 

Pressestimmen und -berichte

 

Das Medienecho auf die Veranstaltung war erfreulicherweise gewaltig, und so verschaffte das Event dem Schachsport eine breite und positive öffentliche Plattform:

·        „Ein Leckerbissen für Schachfreunde“,
„Tolle Stimmung und Spitzenschach in der Lugner City“ (Antenne Wien)

·        „Es war ein großes Fest für den SCHACHFREUND!“ (Der Standard)

·        „Karpov nahm es ernst“ (KURIER)

Berichte bzw. Vorankündigungen erschienen außerdem in folgenden Medien: Austria Presse Agentur, Falter, Heute (Wiener U-Bahn-Zeitung), Neue Kärntner Tageszeitung, KronenZeitung, Neue Vorarlberger Tageszeitung, NEUE Zeitung für Tirol, ORF (Fernsehen, Radio Wien, Teletext und ORF-Online), Schach-Aktiv, stern shortnews, Vienna Online, Vorarlberger Nachrichten, wienweb, Wiener Schachnachrichten, Wiener Zeitung.

 

Weitere Berichte zur Simultan-Veranstaltung mit Anatoly Karpov finden Sie im Internet ua.

 

·        auf www.chess.at (alle Berichte von Walter Kastner):

o       30. 03. 2005: Sensation: Karpov kommt nach Wien, Simultanpartie für jedermann zu ersteigern

o       05. 04. 2005: Weitere Tickets fürs Karpov-Simultan

o       13. 04. 2005: Das letzte Ticket für Karpov gibt es auf chess.at

o       15. 04. 2005: Ein Ticket für den Weltmeister

o       17. 04. 2005: Karpov in Wien

o       18. 04. 2005: Erste Partien vom Karpov-Simultan

o       Foto-Dia-Show

o       Ausschnitt aus Wien Heute vom 16. 04. 2005

·        auf www.viennawolf.com (alle Berichte von Wolfgang Stadik):

o       17. 04. 2005: Karpow in Wien, Teil I: Simultan auf 31 Brettern

o       28. 04. 2005: Karpow in Wien, Teil II: Simultan auf 31 Brettern/Fortsetzung

o       03. 05. 2005: Karpow in Wien, Teil III: Die Welt des Schach

·        auf www.chessbase.de (Bericht von Martin Pototschnig):

19. 04. 2005: Karpov einmal geschlagen/Ex-Weltmeister gegen Amateur, oder: Die Chance, die man nicht hat, zu nutzen!

·        im Schach-Archiv der Wiener Zeitung:

16. 04. 2005: Anatoly Karpov in Wien

 

 

 

 

3. Wiener Kaffeehaus-Olympiade

 

Schachschnellturnier für Hobby-Spieler bis 1750 Elo am Sonntag, den 17. April 2005, im Schloss Cobenzl

 

Es war der krönende Abschluss eines gelungenen Schach-Wochenendes: Vor der wunderschönen Kulisse des Marmorsaals des Schlosses Cobenzl wurde das Turnier in sieben Runden ausgetragen und ließ in keinem Moment an Spannung zu wünschen (Ergebnis, 45 KB; bzw. hier, mit allen Details, auf den Schach-Seiten der Wiener Zeitung). In der Mittagspause wurde gemeinsam gut gegessen, und vor der Schlussrunde traf schließlich Anatoly Karpov ein, um die Siegerehrung vorzunehmen. Auch hier scharten sich die Teilnehmer um den Großmeister, um sich mit diesem auf ein Foto bannen zu lassen, ehe zum Ausklang noch gemütlich geblitzt wurde. Beeindruckt von der tollen und entspannten Atmosphäre kündigten viele der Spieler bereits ihre Teilnahme an der nächsten Kaffeehaus-Olympiade an. Der Termin wird selbstverständlich rechtzeitig bekannt gegeben!

 

31 SpielerInnen bestritten die Kaffeehaus-Olympiade im Schloss Cobenzl (oben) – auch hier war Anatoly Karpov dabei

(unten, von links: mit dem SCHACHFREUND Ferdinand Peitl; bei der Ehrung der besten Dame, Silvia Kopinits) und der Spaßfaktor groß (rechts)

  

 

 

  

 

Letzte Aktualisierung am 13. November 2008, 15:29 Uhr